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Informationen zur Thüringer Kormoranverordnung

Seit dem 31.12.2016 gilt eine Veränderung der Thüringer Kormoranverordnung, die Regelungen zur ausnahmsweisen Tötung von Kormoranen, wenn erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden abgewendet oder andere heimische Tierarten geschützt werden müssen, enthält.

Außer weiteren Bedingungen, unter denen Kormorane getötet werden dürfen, regelt die Verordnung Ausnahmen: Die Tötung von Kormoranen im Nationalpark Hainich, in Naturschutzgebieten, in Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten (derzeit im Unstrut-Hainich-Kreis nicht vorhanden) sowie in den Europäischen Vogelschutzgebieten ist nicht erlaubt.

Dienen Schutzgebiete vorrangig dem Fischartenschutz, darf der Kormoran weiterhin bejagt werden. Eine Fischartenschutzkulisse für Thüringen ist geplant.

Kormorane dürfen grundsätzlich nicht in der Zeit vom 1. April bis zum 15. August getötet werden.

In den genannten Fällen verbleibt die Möglichkeit, eine Zulassung bei der unteren Naturschutzbehörde zu beantragen.

Ferner gibt es neue Regelungen zu Nachweis- und Meldepflichten. Die Zahl der geschossenen Kormorane, der Abschussort unter Angabe des Gewässers und des Gewässerteils oder Gewässerabschnitts, der Abschusstag sowie die Ringnummern von beringten Tieren sind halbjährlich (Meldung bitte bis 10. Januar bzw. 10. Juli) der unteren Naturschutzbehörde mitzuteilen. Hierfür verantwortlich sind die Betreiber von bewirtschafteten Anlagen der Teichwirtschaft und der Fischzucht und die zur Ausübung des Fischereirechts nach dem Thüringer Fischereigesetz (in der Fassung vom 18. September 2008 (GVBl. S. 315) in der jeweils geltenden Fassung) berechtigten Personen.

Bei der ersten Meldung ist außerdem eine Kopie des auf den Namen des Berechtigten oder der von ihm beauftragten Person laufenden gültigen Jagdscheins vorzulegen.

Fragen beantwortet die untere Naturschutzbehörde des Unstrut-Hainich-Kreises.

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