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Häufige Fragen zur Geflügelpest (GP)

Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel finde?
Generell sollten tote oder kranke Vögel nicht angefasst oder mitgenommen werden. Insbesondere bei totem Wassergeflügel wie Schwänen, Gänsen, Enten und Möwen ist Vorsicht geboten. Aber nicht jeder tote Vogel muss an Vogelgrippe gestorben sein. Zum Kreislauf der Natur gehört auch der natürliche Tod der Tiere. Viele der in den letzten Wochen gefundenen Vögel sind der normalen Wintersterblichkeit zum Opfer gefallen. Bei frischtoten Funden können Sie Ihren Fund dem örtlichen Veterinäramt melden.

 


Welche Tiere sind empfänglich für GP?
Hausgeflügel, wie z.B. Hühner, Puten (Truthühner), Perlhühner, Hausenten und –gänse, sowie Pfauen, Strauße, Emus und Nandus können genauso an Geflügelpest erkranken wie bei Wildvögeln vor allem Wasserfederwild wie Wildenten, -gänse, Schwäne, Möwen, Greifvögel sowie auch Fasane, Rebhühner und Wachteln.

 


Sind andere Haustiere, z. B. Hunde und Katzen gefährdet?
Andere Säugetiere, wie z. B. Pferde, Katzen und Schweine können sich theoretisch mit dem Virus infizieren und erkranken. Grippeviren sind sehr tierartspezifisch, zwischen den einzelnen Tierarten ist eine Infektion daher weniger wahrscheinlich als innerhalb einer Tierart.


Generell sind Katzen bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren zwar empfänglich für das Vogelgrippevirus und können es untereinander übertragen, allerdings besteht beim Kontakt von Hauskatzen mit hiesigen Singvögeln im Moment ein vernachlässigbar geringes Risiko einer Infektion. Es besteht daher kein Anlass, Katzen außerhalb von Seuchengebieten einzusperren.


Eine Infektion von Hunden konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

 

 

Darf ich weiter Geflügel essen?
Wenn Hühner, Enten und Gänse küchenüblich zubereitet, d.h. über 70° C erhitzt werden, besteht beim Geflügelverzehr für den Verbraucher derzeit keine Gefahr.


Das Risiko einer Infektion des Menschen über Lebensmittel wird als wesentlich geringer eingeschätzt als durch direkten intensiven Kontakt mit erkranktem Geflügel. Beim Umgang mit rohem und gefrorenem Hühnerfleisch sollten die allgemeinen Hygienerichtlinien eingehalten werden.

 


Was sind die Symptome der GP?
Das Virus besteht aus einem leicht oder schwer krankmachenden (pathogenen) Typ, wobei auch beim leicht pathogenen Typ die Symptome wie Atemnot, Apathie, Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) an der Kopfregion, Durchfall, Abfall der Eiproduktion, Blauverfärbung der Haut, hohe Sterblichkeitsrate, unterschiedlich ausgeprägt sein können.


Die GP ist hochansteckend. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch) beträgt wenige Stunden bis zu 21 Tagen. Die Seuche verläuft danach schnell und endet meist tödlich.

 


Ist die Geflügelpest (GP) ein Risiko für die menschliche Gesundheit?
Die GP ist eine Tierseuche, die bisher äußerst selten und nur unter bestimmten Bedingungen vom Tier auf den Menschen übergehen kann. Bislang liegt die Zahl der weltweit gemeldeten Infektionen bei Menschen unter 200. Das ist sehr wenig, weil diese Seuche bereits seit drei Jahren in großen Teilen Fernostasiens grassiert und dort mehrere Milliarden Menschen leben.


Theoretisch besteht eine sehr geringe Möglichkeit, dass der menschliche Organismus gleichzeitig eine Infektion mit einer menschlichen Influenza (Grippe) und dem Virus der Geflügelpest abwehren muss und sich aus beiden Viren ein neues, gefährlicheres Virus bilden kann.


Der Konsum von Fleisch und Eiern von mit GP befallenen Tieren bedeutet keine Gefahr für die menschliche Gesundheit.

 


Wo kommt das Virus her?
Das Wildgeflügel (insbesondere Enten) kann als Reservoir des Virus betrachtet werden. Die Tiere sind häufig Träger, ohne selbst zu erkranken.

 


Wirkt die vorgesehene/betriebene Bekämpfungspolitik?
Die Maßnahmen sind darauf gerichtet, die Verbreitung des Virus so gut wie möglich zu verhindern. Darum werden zuerst die Seuchenbetriebe und die Betriebe, in denen der Verdacht des Ausbruchs besteht geräumt. Das heißt, das vorhandene Geflügel wird tierschutzgerecht getötet und unschädlich beseitigt.


Gleichzeitig wird alles unternommen, um durch eine optimale Hygiene, Desinfektionsmaßnahmen, Betretungsverbote usw. eine Verschleppung des Virus aus dem Seuchengebiet durch Tierkontakte, indirekten Kontakt über Personen, Transportbehälter, Verpackungsmaterial, Eierkartons oder Einstreu zu verhindern.

 


Warum fordert GP diese Bekämpfungspolitik?
Durch ein Ausbreiten der Seuche würden auch andere, bisher nicht betroffene Landwirte geschädigt. Die Entschädigungsleistungen decken nur den unmittelbaren Tierverlust ab, nicht hingegen daraus folgende Einbußen, wie lange Leerzeiten in den Ställen, Verdienstausfall usw. Dies kann im Einzelfall existenzgefährdend sein.


Die Tierseuchenbekämpfung dient dem Erhalt eines leistungsfähigen Tierbestandes und dem Schutz vor wirtschaftlichen Schäden des Einzelnen und der Allgemeinheit. Ein Seuchenausbruch mit den daraus resultierenden Entschädigungszahlungen für die Betroffenen belastet die Tierseuchenkasse, deren Kosten durch die Beiträge aller Nutztierhalter aufgebracht werden, und den Landeshaushalt und damit die Allgemeinheit zu jeweils gleichen Teilen. Großflächige, durch Europäisches Recht bei Geflügelpest-Fällen vorgeschriebene Handelsbeschränkungen führen zu weiteren wirtschaftlichen Schäden für die landwirtschaftlichen Nutztierhalter und die damit verknüpften Wirtschaftsbereiche.

 


Weshalb wird die Impfung kritisch gesehen?
Immer wieder wird über den Einsatz von Impfstoffen als Bekämpfungsmaßnahme in der Tierseuchenbekämpfung diskutiert. Im Falle der Vogelgrippe ist dies jedoch aus Gründen nicht hilfreich:

  • Durch Impfung gesunder Tiere in einem betroffenen Gebiet wird die Weiterverbreitung des Virus leider nicht verhindert, da sich die Tiere trotz erfolgreicher Impfung anstecken können. Es kommt lediglich nicht mehr zu Krankheitsanzeichen bei den Tieren. Geimpfte Tiere bleiben Träger und Ausscheider des Virus und damit auch Verbreiter der Seuche.
  • Daneben besteht ein weiteres Problem darin, dass geimpfte Tiere dieselben Antikörper produzieren wie Tiere, die sich mit Geflügelpest angesteckt haben. Zwar gibt es für einige Tierkrankheiten so genannte Markerimpfstoffe, bei denen die Antikörper durch die Impfung von denen durch eine Infektion unterschieden werden können. Dies ist bei Vogelgrippe jedoch nicht der Fall, so dass eine Unterscheidung zwischen geimpften und erkrankten Tieren daher nicht möglich ist.

 

Warum gibt es verschiedene Gebiete mit unterschiedlichen Regelungen? Kann nicht besser ein Gebiet ausgewiesen werden?
Ausgangspunkt der Seuchenbekämpfung ist das tiermedizinische Risiko, das Mensch und Tier bei der weiteren Verbreitung des Virus darstellen. Die Gebiete sind nach Einschätzung dieses Risikos unterteilt worden.


So gelten in einem bestimmten Bereich dicht beim Seuchengehöft oder dem Verdachtsbetrieb strengere Maßregeln als in einem Gebiet, in dem das Virus noch nicht festgestellt wurde, und damit die Möglichkeit der Weiterverbreitung bei Betrachtung der maßgeblichen Faktoren kleiner ist als im engeren Bereich.

 


Was kann ich tun, um das Weiterverbreiten dieser Seuche zu verhindern?
Allgemeinheit:
Jeder kann GP unbewusst verbreiten.


Das gilt für alle Personen die Geflügel halten, Besucher von Standorten mit Geflügel, gleichgültig ob es sich um gewerbliche oder private (Hobby)-Haltungen handelt. GP lässt sich sehr leicht verbreiten über die Kleidung, Schuhe, Hände usw. Das Virus kann vorhanden sein ohne dass es bemerkt wird. Ein wenig Mist unter den Schuhen reicht z.B. aus, um damit das Virus weiter zu tragen.


Es sollte daher vermieden werden, Standorte mit Geflügel aufzusuchen und Geflügel, auch Wildgeflügel zu füttern.


Geflügelhalter:
Möglichst keine anderen Geflügelbestände aufsuchen, falls diese Kontakte nicht vermeidbar sind, bitte folgende Punkte beachten:

  • Vor dem Besuch anderer Geflügelbestände ist kurz vor Verlassen des eigenen Grundstückes zu duschen, die Haare sind zu waschen und es sind Schuhe und Bekleidung anzuziehen, die mit Schuhen und Bekleidung, die im Betrieb bzw. im Bereich des Geflügels getragen wurden nicht in Berührung gekommen sind.
  • Vor dem Verlassen des Grundstückes sollten noch die Hände mit Wasser und Seife gewaschen werden.
  • Kein Besuch von Bereichen/Orten, in denen Geflügel gehalten wird, wie z.B. Tierparks, Zoos, Streichelzoos und bäuerliche Betriebe mit "Ab Hof Verkauf" und Geflügelhaltung.
  • Nach der Heimkehr sind sofort wieder Bekleidung und Schuhe zu wechseln und getrennt zu halten von der "Arbeitskleidung".
  • Auch Kinder haben die gleichen Vorsichtsmaßregeln bezüglich Duschen, Waschen, Bekleidung, Schuhwerk und Besuchen anderer Orte mit Geflügel zu beachten. Hier ist auch das Reinigen und evtl. sogar desinfizieren von Rad, Roller oder dergleichen nach jeder Rückkehr zu bedenken.
  • Das Geflügel darf nach Passieren eines Desinfektionsbeckens oder einer Desinfektionsmatte erreichbar sein. Diese Einrichtungen sollten an den viel begangenen Wegen auf dem Gelände aufgestellt werden, insbesondere an den Eingängen zum Stall. Wichtig ist die Entfernung von Mist oder Kotresten vom Schuhwerk.
  • Es sind nur zugelassene Desinfektionsmittel zu verwenden.

 

Ich halte nur einige Hühner und Gänse, gelten für mich auch Maßregeln?
Ja, alle getroffenen/angeordneten Maßnahmen gelten auch für Halter von einzelnen oder wenigen Tieren. Das Risiko der Weiterverbreitung der GP ist bei Hobbyhaltungen genauso groß wie bei gewerblichen Haltungen.


Von großer Bedeutung ist die Meldung des Bestandes an das zuständige Veterinäramt.

 

>>> Information für Geflügelhalter zur Geflügelpest

 

 

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