| Zanker appelliert an Wirtschaftsminister |
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Eine positive Weiterentwicklung des Wirtschaftsdreiecks Schlotheim-Menteroda-Ebeleben sieht Landrat Harald Zanker angesichts der vom Land angekündigten Einsparungen massiv gefährdet. Vor wenigen Tagen richtete der Behördenleiter ein Schreiben an den Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Matthias Machnig. Seit mehreren Jahren kämpfe er als Landrat für den Erhalt des Gleisanschlusses im Wirtschaftsdreieck Schlotheim-Menteroda-Ebeleben. Der Erhalt der Schienenstrecke habe insbesondere für ortsansässige Unternehmen wie die Battle Tank Dismantling GmbH (BTD) und das Entwicklungspotential der genannten Region (Menteroda) existenzielle Bedeutung.
Die Region, die eine Schnittstelle zwischen dem Kyffhäuser- und Unstrut-Hainich-Kreis bildet, sei von einer hoher Arbeitslosenquote geprägt. Mit der Entscheidung für oder gegen die Reaktivierung der Schiene sieht der Landrat unter Umständen auch Chancen beziehungsweise Risiken der Arbeitsplatzsicherung oder –schaffung verbunden. Infrastrukturell sei die Region gegenüber anderen Gebieten in Thüringen benachteiligt: „Wir verfügen weder über eine direkte Autobahnanbindung, noch über einen überregional bedeutsamen Verkehrslandeplatz. Das einzige Pfund mit dem wir beim Thema Standortvorteil vor Ort wuchern können, ist die Möglichkeit zur Nutzung einer Schienenstrecke, die ausbaufähig wäre wenn alle Beteiligten auf einen gemeinsamen Nenner kämen. Hierzu müssten sich neben dem Unternehmen Battle Tank Dismantling GmbH (nachfolgend mit BTD abgekürzt) und der Deutschen Bahn auch sein Ministerium und das des Verkehrsministers Carius ergebnisorientiert einigen. Dabei würden auch mögliche Förderungen eine Rolle spielen“, verdeutlicht Zanker in seinem Schreiben die Situation.
Vertreter der Deutschen Bahn, der Geschäftsführer der BTD, Peter Koch, Landrat Harald Zanker und Mitarbeiterinnen des Regionalmanagements trafen sich am 18. Juni in Erfurt. Dabei signalisierte die Deutsche Bahn gegenüber dem Unternehmen, dass es ein neues Angebot geben werde. Dieses bedeute für BTD, dass die bisherigen Transportkosten für den Straßenverkehr kaum überschritten würden. BTD und Deutsche Bahn seien sich über die Tragweite der Entscheidung über „Erhalt oder Rückbau der Schiene“ im Klaren und wollen zukünftig zusammenarbeiten. Mit dem Ausbau des Gleises bis ans Firmengelände der BTD nach Rockensußra würde der Schwerlasttransport dieses Unternehmens nicht mehr ausschließlich auf der Straße abgewickelt werden. Dies bedeute nicht nur für das Unternehmen erhebliche Vorteile: Die Umweltbelastung würde sich verringern, Straßenschäden gingen zurück, Verkehrsbehinderungen würden eingeschränkt und nicht zuletzt würde das Sicherheitsrisiko durch Gefahrguttransporte stark sinken.
All diese Faktoren sprächen neben dem nicht zu vernachlässigenden Ansiedlungspotential am Wirtschaftsdreieck für eine Unterstützung und Förderung des Projektes durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie sowie des ebenfalls zuständigen Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr im Bereich Förderung von Infrastrukturmaßnahmen.
Momentan seien einige zukunftsweisende Entscheidungen an diesem Wirtschaftsdreieck zu treffen, die von der künftigen Entwicklung der Infrastruktur stark beeinflusst würden. So denke das Unternehmen BTD über eine Erweiterung nach, am ehemaligen Bergbaustandort Menteroda seien intensive Verhandlungen zur Ansiedlung eines Salzgroßlagers angelaufen und für eine Biomasseanlage gäbe es ebenso Interessenten.
„Aus meiner Sicht ein wichtiges Signal, auch für Folgeinvestitionen und im Hinblick auf die Entstehung neuer Arbeitsplätze. Sollte der Rückbau der Gleisanlage erfolgen und der vom Kyffhäuserkreis forcierte Radweg entstehen, fürchte ich einen zumindest wirtschaftlich schadhaften Umkehrschluss“, erklärte Zanker abschließend.
Ulrike Theune Pressestelle
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