Corona Bilanz der letzten Wochen im Unstrut-Hainich-Kreis

Allein in der vergangenen Woche war die Taskforce in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gesundheitsamt mindestens sechsmal in Pflegeeinrichtungen oder betreuten Wohnformen im Einsatz. Dass die Begrifflichkeit „Taskforce“ zuweilen auf Ablehnung stößt, ist verständlich. Letztlich steht diese, im gesamten Bundesgebiet gebräuchliche, Bezeichnung für das umfassende Eingreifen medizinischer und behördlicher Akteure ins Pandemiegeschehen durch Testung, Quarantäneanordnung, Kontaktverfolgung oder Anordnung von Schutzmaßnahmen.

Im Unstrut-Hainich-Kreis wird diese Maßnahme seit Beginn durchgeführt, wenn Erkrankungsfälle in Einrichtungen festgestellt werden und dient dem Schutz der pflegebedürftigen Menschen sowie dem Schutz des regionalen Gesundheitssystems.

In den letzten 7 Tagen wurden in diesem Verfahren ca. 1.000 Menschen abgestrichen. Wobei jede einzelne Person einen hohen bürokratischen und logistischen Aufwand bei der Fallzugordnung zeigt. Hinzu kommen parallel abzustimmende notwendige Schutzmaßnahmen mit Heimeinrichtungen.

Bei der großen Fallflut ist momentan noch immer ein überwiegendes Beherrschen der Kontaktpersonennachverfolgung möglich. Infizierte Personen werden im Regelfall am ersten oder spätestens zweiten Tag in Quarantäne versetzt, die überwiegenden Kontaktpersonen ermittelt und ebenso in Quarantäne versetzt. Was momentan über 2.000 Menschen im Unstrut-Hainich-Kreis betrifft.

Möglich ist die Bewältigung dieser Anforderungen durch den enorm hohen personellen Einsatz des örtlichen Gesundheitsamtes, inclusive der amtshelfenden Gruppen wie Bundeswehr und Kommunalbedienstete, der unterstützenden MedizinerInnen und natürlich der Rettungsdienste, die die Testverfahren vor Ort durchführen. Bereits im August hat die Kreisverwaltung vorausschauend in einem Vertrag mit den Deutschen Roten Kreis (DRK), deren Unterstützungsleistungen gesichert und damit Vorsorge geschaffen, dem von Experten prognostizierten Fallaufkommen zu begegnen.

Auch die rechtzeitige Kooperation mit dem Hufeland Klinikum und die frühe Einrichtung von zunächst einer, dann zwei, nunmehr drei und in naher Zukunft vier Isolierstationen sind begleitende und keinesfalls überzogene Entscheidungen, deren Notwendigkeit die traurige Anzahl von 79 „stationären PatientInnen“ bestätigt.

Ob diese, ausschließlich dem Schutz aller im Unstrut-Hainich-Kreis lebenden Bevölkerungsgruppen, dienenden Maßnahmen ausreichend sind, wird weiterhin in sorgfältiger Abwägung und in Vorausschau möglicher Szenarien abgewogen.

Einsätze im Unstrut-Hainich-Kreis


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