• Dienstgebäude H004

    Dienstgebäude H004, Lindenhof 1 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude H005

    Dienstgebäude H005, Lindenhof 1 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude B

    Dienstgebäude B, Brunnenstraße 94 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude F, Böhntalsweg 17 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude A

    Dienstgebäude A, Lindenbühl 28/29 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude Thomas-Müntzer-Straße

    Dienstgebäude Thomas-Müntzer-Straße 14 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude G

    Dienstgebäude G, Thamsbrücker Straße 20 in Bad Langensalza

  • Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis

    Dienstgebäude B, Brunnenstraße 94 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude E

    Dienstgebäude E, Bonatstraße 50 in Mühlhausen

  • Dienstgebäude H003

    Dienstgebäude H003, Lindenhof 1 in Mühlhausen

Biotopverbund „Hainich-Unstrutaue“ wächst weiter durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Bei der Durchführung größerer Investitionsmaßnahmen im Außenbereich kommt es regelmäßig zu Eingriffen in die Natur und die Landschaft, die durch den sogenannten Verursacher, in dem Fall die Bauherren, ausgeglichen werden müssen. Sie sind verpflichtet, unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege Abhilfe zu schaffen. So bringt beispielsweise die Errichtung von Windenergieanlagen umfangreiche naturschutzrechtliche Kompensations-maßnahmen mit sich, deren Planung sehr aufwendig ist und entsprechende Zeit bindet.

 

Um hier frühzeitig aktiv werden zu können und im Vorgriff auf angestrebte Genehmigungsverfahren Kompensationen auszuführen, erarbeiteten ein ansässiger Energiedienstleister im Bereich Erneuerbarer Energien und der Fachdienst Bau/Umwelt, als zuständige untere Bau- und Immissionsschutzbehörde des Landkreises, in diesem Jahr eine Vereinbarung zur Durchführung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, welche der Landrat und der Geschäftsführer des Unternehmens im Sommer unterzeichneten.

Den Auftakt für die erste damit in Zusammenhang stehende Pflanzaktion läuteten Landrat Harald Zanker, Projektingenieur Dietmar Lafeld, Planer Dominik Neuske, der Geschäftsführer der Baumschulen Oberdorla, Martin Weißenborn, seine Mitarbeiter und Theresa Menge, verantwortliche Koordinatorin der Initiative „Herzlich grün – Lebensvielfalt zwischen Unstrut und Hainich“, am Freitag, den 13.12.2019 zwischen der Kirschtrift und dem Langulaer Tal, ein. Fortfolgend werden unmittelbar vor dem Hainich, in den Gemarkungen Oberdorla und Langula etwa 40 Ebereschen, Wildkirschen und die Baumhasel in die Erde gebracht.

Die aktuellen Pflanzungen stellen den Beginn der Umsetzung eines bestehenden Verbundbiotopkonzeptes für den südlichen Unstrut-Hainich-Kreis auf der Grundlage einer vorliegenden Fachplanung dar. Der Schwerpunkt in diesem und der Weiterführung im nächsten Jahr liegt im Biotopverbund „Hainich-Unstrutaue“. Auf Basis der bestehenden Vereinbarung sollen so bis zum Jahr 2023 ca. 500.000 € in Pflanzmaßnahmen als notwendiger Ausgleich für den Bau von Windkraftanlagen zielgerichtet umgesetzt werden. Auch die Pflege der Jungbäume ist gesichert.

In den nächsten Jahren geht es neben der Weiterführung der Maßnahmen im Biotopverbund „Hainich-Unstrutaue“ auch um Maßnahmen im Erosionsgebiet Bruchstedt. Weitere Möglichkeiten bestehen auch in Umsetzung der Fachplanung zum Landschaftsplan in Mühlhausen, in den Gemarkungen Altengottern, Großengottern, Seebach, Höngeda und Bollstedt sowie auch im Raum Schlotheim.

Bereits in der Vergangenheit wurden Pflanzungen als Ausgleichsmaßnahmen im Kreisgebiet durchgeführt, aber auch solche Maßnahmen wie die Schaffung der Amphibienleiteinrichtung an einer Kreisstraße und am Gutshof in Tottleben, um nur einige zu nennen. Die Errichtung von Feuchtbiotopen als Lebensraum für verschiedene Arten von Amphibien, die Renaturierung von Flüssen, die Schaffung von Biotopen, die Pflanzung von Obstbäumen auf bestehenden Streuobstwiesen, die Umwandlung von Acker- und Grünlandflächen zur Schaffung der nachhaltigen Entwicklung der heimischen Flora und Fauna, Neupflanzung zur weiterreichenden Verbesserung des Landschaftsbildes sind ebenso solche Beispiele.

Perspektivisch strebt der Landkreis an, dass wie auch mit dem Energiedienstleister geschehen, bereits in Vorbereitung und bei der Durchführung von Investitionen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens dazu umfangreiche Abstimmungen durchgeführt werden, um verwaltungsseitig ein Angebot für Investoren zu schaffen, Ausgleichsmaßnahmen zielgerichtet und langfristig zu planen und diese schrittweise umzusetzen. Als Teil der Initiative „Herzlich grün – Lebensvielfalt zwischen Unstrut und Hainich“, welche kürzlich von Landrat Harald Zanker ins Leben gerufen wurde, tragen auch diese Prozessoptimierungen zum „grüner werden“ des Unstrut-Hainich-Kreises bei.

16.12.2019

Foto: Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis
Die beteiligten Akteure besprechen die nächsten Schritte der auf die nächsten 4 Jahre angelegten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies auf der Website www.unstrut-hainich-kreis.de. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb unserer Internetseite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).
Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.