Ersatzneubau der Brücke über die Frieda in der Ortslage Lengenfeld unterm Stein

Mit einem symbolischen Spatenstich von Landrat, Bürger- und Ortschaftsbürgermeister, Baufirma und Ingenieurbüro begann heute die Baumaßnahme einer neuen Brücke über die Frieda zwischen Lengenfeld/Stein und Hildebrandshausen.

Bei den regelmäßig durchzuführenden Brückenprüfungen wurde festgestellt, dass bei dem 1955 erbauten Brückenbauwerk über die Frieda in der Ortslage Lengenfeld unterm Stein im Zuge der Kreisstraße (K) 502 in Richtung Hildebrandshausen nicht mehr die notwendige Standsicherheit und Dauerhaftigkeit gegeben ist. Die festgestellten Schäden betreffen sämtliche Hauptbauteile, insbesondere den Unterbau.

Im Ergebnis einer Voruntersuchung hat sich der Unstrut-Hainich-Kreis hinsichtlich baulicher, hydraulischer, wirtschaftlicher und Verkehrssicherheitsaspekte für einen Ersatzneubau ca. 90 m stromabwärts entschieden, was ebenfalls einen ca. 100 m langen Straßenneubau (K502n) nach sich zieht. Es wird ein neuer Kreuzungspunkt mit der Landesstraße (L) 1003 in Richtung Geismar entstehen.

Die beengten örtlichen Gegebenheiten vor und hinter dem jetzigen Bauwerk lassen einen Neubau, welcher dem Durchflussvermögen des Bemessungshochwassers der Frieda und fehlenden Verkehrssicherheitselementen (Fahrbahnbreite, Gehwege) gerecht werden sollte, nicht zu.

Da die Gemeinde Hildebrandshausen nur über diese Kreisstraße mit der Brücke über die Frieda an das überregionale Verkehrssystem angebunden ist, hat der Ersatzneubau höchste Priorität. Die Erreichbarkeit von Hildebrandshausen muss stets gewährleistet sein.

Das Gesamtauftragsvolumen zum Ersatzneubau der Brücke über die Frieda einschließl. Straßenneubau beläuft sich derzeit auf ca. 345 T€ (netto). Der Landkreis erhält hierfür Zuwendungen nach der Richtlinie zur Förderung von kommunaler Verkehrsinfrastruktur in Thüringen in Höhe von 75 % der Baukosten.

Auf der Grundlage des am 28.08.2020 bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss wurde am 08.09.2020 das Ausschreibungsverfahren begonnen. Am 25.11.2020 wurde der Zuschlag an die Firma HTB GmbH Küllstedt erteilt.

In Vorbereitung auf die Baumaßnahme hat die TEN Thüringer Energienetze den im Baufeld stehenden Mast bereits versetzt, die Freileitung entfernt und eine neue Verkabelung geschaffen.

Die Beräumung des Baufeldes von Bewuchs soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Ausgehend von einem zügigen und behinderungsfreien Bau, wird von einer Verkehrsfreigabe im Mai/ Juni 2021 ausgegangen.

Mit Verkehrseinschränkungen, Behinderungen oder gar Umleitungen für die Anwohner ist derzeit noch nicht zu rechnen, da der Brücken- und Streckenneubau auf der „freien Wiese“ stattfindet. Erst wenn die neuen Straßenanbindungen an die K 502 und die L 1003 gebaut werden, werden geringe Verkehrsbehinderungen erforderlich sein.

Das alte Brückenbauwerk wird anschließend nur dem Fuß- und Radverkehr zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes der Frieda soll langfristig gesehen, die alte Brücke abgerissen und eine neue Fußgängerbrücke errichtet werden.

Foto: Spatenstich zum Ersatzneubau

Bild (v.l.n.r.): Herr Hardegen (Ortschaftsbürgermeister Lengenfeld/Stein), Herr Zanker (Landrat), Herr Bredatsch (HTP GmbH),
Herr Henning (Bürgermeister Südeichsfeld) und Herr Müller (Ingenieurbüro Müller und Nagora GbR).