Im Beisein von Rebecca Küllmer vom Regionalmanagement Nordthüringen führte der Rundgang vom Fuhrpark über das Betriebsgelände bis hin zu den Verwaltungsbüros
Schnell zeigte sich: „Salza Tours bewegt“ ist hier nicht allein der Firmenslogan, sondern prägt den Arbeitsalltag des Unternehmens. Mit insgesamt 23 Bussen, darunter fünf Elektrobusse (ein weiterer ist bereits geplant), ist das Unternehmen im Stadt- und Regionalverkehr ebenso unterwegs wie im Reise- und Mietomnibusgeschäft – teils sogar europaweit. Hinzu kommen Kombi- und Sonderverkehre, etwa für Schulklassen, Ausflugsfahrten, Schienenersatzverkehre oder besondere Transportaufgaben.
Ein Schwerpunkt des Besuchs lag auf dem Thema erneuerbare Energien und der Antriebswende. Salza-Tours hat hier früh Verantwortung übernommen: Auf dem Dach des Betriebshofes erzeugt eine Photovoltaikanlage Strom, unterstützt durch einen leistungsfähigen Pufferspeicher, der bereits 2019 installiert und inzwischen modernisiert wurde. Unter guten Wetterbedingungen können die Elektrobusse so fast vollständig mit eigenem Strom geladen werden. Für den Landrat war dies ein anschauliches Beispiel dafür, wie nachhaltige Mobilität ganz konkret vor Ort umgesetzt wird.
Große Anerkennung fand auch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Regionalbus-Gesellschaft, die für den Landkreis eine zentrale Rolle im ÖPNV spielt. Beide Seiten stimmen sich eng ab, tauschen Erfahrungen aus und arbeiten gemeinsam daran, das Angebot für die Fahrgäste weiterzuentwickeln – sei es mit Blick auf neue Linienkonzepte, moderne Fahrzeuge oder zukünftige Mobilitätsformen wie Rufbusse. Gerade vor dem Hintergrund, dass auch der Landkreis vor großen Herausforderungen beim Antriebswechsel steht, ist dieser partnerschaftliche Austausch von großem Wert. Aber auch der Beitritt zum Verkehrsbund Mittelthüringen stand im Fokus der Gespräche.
Ein Blick in die Unternehmensgeschichte zeigt, wie sehr Kontinuität und Wandel bei Salza-Tours zusammengehören. Gegründet wurde der Betrieb 1948 von Emil König. In den 1950er-Jahren führte Walter König das Unternehmen weiter und legte den Grundstein für den regionalen Personennahverkehr. 1978 übernahm Lutz König die Verantwortung und prägte den Betrieb über viele Jahre. Nach der politischen Wende eröffneten sich neue Chancen, die konsequent genutzt wurden – unter anderem mit dem Umzug auf den neu errichteten Betriebshof im Gewerbegebiet Nord in Bad Langensalza im Jahr 1996. Seit 2012 ist auch Sohn Mario König als Gesellschafter und Geschäftsführer an Bord. Heute leitet er die Geschicke des Unternehmens, während Vater Lutz König bis heute täglich im Betrieb präsent ist und seine Erfahrung einbringt. Mario König schätzt diesen generationsübergreifenden Austausch sehr, denn er ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, was das Familienunternehmen über Jahrzehnte hinweg erfolgreich gemacht hat.
Neben Technik und Fahrzeugen ging es auch um die Menschen hinter dem Betrieb. Rund 30 Mitarbeitende sorgen täglich dafür, dass alles läuft – in der Werkstatt, im Büro und hinter dem Steuer. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzt Salza-Tours auf eigene Ausbildung und Quereinsteigerprogramme.
Dass Mario König selbst das rund 13 Tonnen schwere Fahrzeug fahren kann und im Bedarfsfall auch heute noch persönlich ans Steuer geht, unterstreicht den bodenständigen Charakter des Unternehmens. Darüber hinaus engagiert er sich auch politisch für seine Heimatstadt Bad Langensalza – seit dem vergangenen Jahr ist er sogar Stadtratsvorsitzender des Stadtrates.
Der Arbeitsbesuch machte insgesamt deutlich, wie wichtig Salza-Tours als regionaler Partner für einen verlässlichen, modernen und zunehmend klimafreundlichen Nahverkehr im Unstrut-Hainich-Kreis ist und wie viel Potenzial in der weiterhin engen Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Regionalbus-Gesellschaft und den weiteren privaten Verkehrsunternehmen im Landkreis steckt.







