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„Atomares Endlager im Unstrut-Hainich-Kreis?“ – Informationsveranstaltung zur Endlagersuche in Deutschland

  • Aktuelles, Pressemitteilungen

Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle ist eine langfristige und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch Thüringen ist von dem laufenden Standortauswahlverfahren betroffen. Der Unstrut-Hainich-Kreis gehört dabei zu den Regionen, die im weiteren Verlauf des Verfahrens von der Endlagersuche berührt sein können.

Vor diesem Hintergrund lädt das Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 17:00 Uhr zu einer Informationsveranstaltung unter dem Motto „Endlager gesucht – Informationen, Fragen, Dialog“ ein.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Informationen zum aktuellen Stand des Standortauswahlverfahrens, zu den geologischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an einen möglichen Endlagerstandort sowie zu den weiteren Verfahrensschritten. Darüber hinaus soll insbesondere der regionale Bezug zur Endlagersuche und die Frage beleuchtet werden, welche Bedeutung das Verfahren für Thüringen und die betroffenen Regionen hat.

Die Endlagersuche erfolgt nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren und verfolgt das Ziel, für die dauerhafte und sichere Lagerung hochradioaktiver Abfälle einen Standort zu finden, der die erforderlichen geologischen und sicherheitstechnischen Voraussetzungen erfüllt. Die Entscheidung für einen konkreten Standort ist derzeit noch nicht getroffen.

 

Für die Informationsveranstaltung konnten drei Experten gewonnen werden, die unmittelbar an der Endlagersuche beteiligt sind beziehungsweise diese begleiten.

Als Referenten werden vor Ort sein:

Manuel Wilmanns, Abteilungsleiter Infostellen- und Informationsmanagement bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE),

Jörg Ohlsen, Referent in der Abteilung Beteiligung beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE),

sowie Prof. Dr. Johann Köppel, ehemaliger Leiter des Fachgebiets Umweltprüfung und Umweltplanung an der Technischen Universität Berlin und seit Januar 2026 Mitglied des Nationalen Begleitgremiums (NBG).

Die Referenten werden über den aktuellen Stand des Standortauswahlverfahrens, die Situation in Thüringen und die nächsten Schritte informieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Möglichkeiten der Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zudem Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

 

Themenschwerpunkte der Veranstaltung sind unter anderem:

  • Grundlagen und Ziele der Endlagersuche in Deutschland
  • aktueller Stand des Standortauswahlverfahrens, insbesondere mit Blick auf Thüringen
  • geologische und sicherheitstechnische Anforderungen
  • mögliche Auswirkungen und Fragestellungen für betroffene Regionen
  • Beteiligung der Öffentlichkeit
  • weiteres Vorgehen und nächste Verfahrensschritte
  • Möglichkeiten zur Einbringung in das Verfahren
  • Beantwortung von Fragen und offene Diskussion

Die Veranstaltung findet am 7. Oktober 2026 um 17:00 Uhr im Barbaraheim, Sondershäuser Landstraße 3, 99974 Mühlhausen/Thüringen, statt.

Mit der Informationsveranstaltung möchte das Landratsamt einen Beitrag dazu leisten, die Bevölkerung frühzeitig und umfassend über ein Thema zu informieren, das weit über die Grenzen einzelner Regionen hinaus von Bedeutung ist. Gerade mit Blick auf die mögliche Betroffenheit Thüringens und des Unstrut-Hainich-Kreises soll die Veranstaltung Gelegenheit bieten, sich sachlich über das Verfahren zu informieren, Fragen zu stellen und sich mit den zuständigen Fachleuten auszutauschen.

Über diesen Link können sich Bürgerinnen und Bürger anmelden: https://doodle.com/sign-up-sheet/participate/83ad2f59-9c82-44b3-a834-66e47a3b3fda/select

Barbaraheim