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Austausch mit dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr

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In jedem Landkreis gibt es ein Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr, das in der Regel aus ehrenamtlich tätigen Reservisten besteht. Aufgabe dieser Kommandos ist es, die Verbindung zwischen der Bundeswehr und den zivilen Behörden sicherzustellen.

Insbesondere im Bereich des Katastrophen- und Zivilschutzes stehen sie den zuständigen Stellen beratend und unterstützend zur Seite. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, sind regelmäßiger Austausch, gemeinsames Netzwerken und fachliche Wissensupdates unerlässlich.

In der vergangenen Woche fand hierzu ein Gespräch mit dem Kreisverbindungskommandeur, Oberstleutnant Häger sowie Oberst Glaab, Kommandeur des Landeskommandos Thüringen statt. Im Mittelpunkt des Austauschs stand unter anderem der neue Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU), der veränderte Anforderungen an Behörden und kommunale Krisenstrukturen mit sich bringt.

Mit dem Operationsplan Deutschland hat die Bundeswehr erstmals ein umfassendes Konzept zur Landes- und Bündnisverteidigung vorgelegt. Ziel ist es, militärische und zivile Kräfte im Krisen- oder Verteidigungsfall eng miteinander zu verzahnen. Neben militärischen Einsatzplanungen betrifft dies insbesondere zahlreiche Aufgaben der öffentlichen Verwaltung – etwa in den Bereichen Infrastruktur, Verkehrslenkung oder der Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung. Darüber hinaus wurden auch Fragen und Perspektiven rund um den Bundeswehrstandort Mühlhausen erläutert und gemeinsam diskutiert.

Landrat Thomas Ahke betonte die Bedeutung dieses Austauschs:
„Der Austausch miteinander ist von großem Wert. Ich bin sehr dankbar für den Kontakt und die Möglichkeit, über diese Themen zu sprechen und gemeinsam Argumente auszutauschen. Auch wenn die Aussichten auf einen neuen Bundeswehrstandort in Mühlhausen nach Maßgabe des Operationsplanes Deutschland sehr gering sind, bleiben wir an dem Thema dran. Mühlhausen war schon immer ein Kasernen-Standort.“

Daneben wurden Fragen zum Schutz der kritischen Infrastruktur beleuchtet. Wie schnell es zu gravierenden Einschränkungen kommen kann, zeigte sich am ersten Januarwochenende in Berlin sowie in der Gemeinde Unstruttal, die ebenfalls für einen halben Tag ohne Strom auskommen musste.

Gute geübte Praxis ist auch die Unterstützung der Bundeswehr im Katastrophenfall. Auch hier war der Stromausfall in Berlin ein Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Gemeinsam wurde vereinbart, dass bei der diesjährigen Katastrophenschutzübung des Verwaltungsstabes im Unstrut-Hainich-Kreis das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr mit einbezogen wird.

Gemeinsam für mehr Sicherheit unserer Bevölkerung!