Nach vier Jahren Bauzeit, umfassenden Sanierungsarbeiten, Abriss und Neubau, steht nun eine moderne Schule im Zentrum des Ortes. Rund 11 Millionen Euro wurden investiert – in Bildung, in Schülerinnen und Schüler und in die Zukunft der Region.
Bereits 2012 beschloss der Gemeinderat, die Staatliche Grundschule Herbsleben ab August 2013 in kommunale Trägerschaft zu übernehmen und in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln. In den Folgejahren wurde deutlich, dass die vorhandenen Platzkapazitäten den steigenden Schülerzahlen nicht mehr gerecht werden würden. Die Entscheidung für eine umfassende Sanierung und einen ergänzenden Neubau war die logische Konsequenz – und markierte den Start für eine der größten Investitionen in der Geschichte der Gemeinde.
Bürgermeister Reinhard Mascher betonte in seiner Ansprache, wie viele Gespräche, Förderanträge und Runden notwendig waren, um die Finanzierung auf stabile Beine zu stellen. Neben Fördermitteln spielten auch Spenden eine wichtige Rolle. „Das Ergebnis zeigt, dass sich Beharrlichkeit und Überzeugungskraft auszahlen“, so Mascher.
Die ursprünglich für Ende 2023 geplante Eröffnung verzögerte sich durch die Corona-Pandemie, Materialengpässe, Personalmangel auf den Baustellen sowie Feuchtigkeit in den Wänden. Doch weder Verwaltung noch Schule ließen sich entmutigen – im Gegenteil: Mit großer Ausdauer wurde an der Realisierung festgehalten. Jetzt dürfen sich die rund 350 Schülerinnen und Schüler auf ein neues Lernumfeld freuen, das auf dem neuesten Stand der Technik ist und ideale Bedingungen für modernes Lehren und Lernen bietet.
Auch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt ließ es sich nicht nehmen, bei der Einweihung persönlich anwesend zu sein. Er lobte das Engagement der Gemeinde und betonte die Bedeutung solcher Projekte für den ländlichen Raum: „Herbsleben macht Zukunft, weil Bildung hier ganz vorne ist.“ Voigt hob die Gemeinschaftsschule als Leuchtturmprojekt hervor und machte deutlich, wie entscheidend gute Bildungseinrichtungen für die Entwicklung junger Menschen und ganzer Regionen sind.
Auch Landrat Thomas Ahke zeigte sich beeindruckt. Bereits bei einem früheren Besuch hatte er sich ein Bild vom fast fertigen Gebäude gemacht. Er betonte seinen Respekt vor der Entscheidung der Gemeinde, diese Mammutaufgabe zu meistern und beglückwünschte Schüler und Lehrer zu ihrem frisch sanierten Schulgebäude.
Auch für Schulleiter Uwe Stollberg war die Einweihung ein ganz besonderer Moment. Mit sichtbarer Erleichterung sprach er von den neu geschaffenen Bedingungen: „Jetzt haben wir ein Gebäude, das ideale Voraussetzungen fürs Lernen bietet. Der Rest liegt bei euch, liebe Schülerinnen und Schüler.“
Die Eröffnungsfeier war geprägt von Stolz, Dankbarkeit und einem starken Wir-Gefühl – ein Spiegel dessen, was in Herbsleben über viele Jahre gemeinsam aufgebaut wurde.
Die Erweiterung der Gemeinschaftsschule Herbsleben ist ein Bekenntnis der Gemeinde zur Bildung, zur Jugend und zur Zukunft der Region. Mit modernen Räumen, einer starken pädagogischen Vision und dem Rückhalt von Politik und Gesellschaft ist die Schule bestens gerüstet für die kommenden Jahre.





