Um hier Abhilfe zu schaffen, unterstützt der Freistaat Thüringen gezielt die Erweiterung der Fahrerlaubnisse auf die Klassen C1 oder C.
Am 17. Juli überreichte Landrat Thomas Ahke gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Florian Krieg die Zuwendungsbescheide an neun Gemeinden im Unstrut-Hainich-Kreis. Mit den insgesamt 19.200 Euro werden im Jahr 2026 zwölf Feuerwehrangehörige ausgebildet, um künftig schwere Einsatzfahrzeuge sicher führen zu dürfen.
Geförderte Gemeinden und Zahl der Teilnehmer:
Großengottern: 1 Teilnehmer
Alterstedt: 1 Teilnehmer
Heroldishausen: 1 Teilnehmer
Großvargula: 2 Teilnehmer
Unstruttal (OT Urbach): 2 Teilnehmer
Unstruttal (OT Horsmar): 1 Teilnehmer
Südeichsfeld (OT Diedorf): 1 Teilnehmer
Südeichsfeld (OT Wendehausen): 2 Teilnehmer
Nottertal-Heilinger Höhen (OT Obermehler): 1 Teilnehmer
„Wir können modernste Technik haben, aber ohne Menschen, die sie bedienen können, steht sie still“, sagte Landrat Thomas Ahke bei der Übergabe. „Deshalb ist es so wichtig, dass ehrenamtliche Einsatzkräfte bei der Erweiterung der Fahrerlaubnis finanziell unterstützt werden.“
Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm des Freistaats Thüringen zur Unterstützung des Brandschutzes und der Allgemeinen Hilfe.
Grundlage ist die Förderrichtlinie BS/AllgH vom 29. Mai 2024. Pro Teilnehmer stellt der Freistaat pauschal 1.600 Euro zur Verfügung. Die Gemeinden haben im Vorfeld die entsprechenden Anträge gestellt, die vom Landkreis geprüft und an das Thüringer Landesverwaltungsamt weitergeleitet wurden.
Ein wichtiger Bestandteil der Förderung: Die Teilnehmer verpflichten sich, nach dem Erwerb der erweiterten Fahrerlaubnis mindestens fünf Jahre aktiv in ihrer Freiwilligen Feuerwehr Dienst zu leisten. So bleibt das Know-how langfristig in den Wehren erhalten.
Neben den Feuerwehren erhielt auch die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. einen Zuwendungsbescheid gemäß der Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung des Katastrophenschutzes. Gefördert wird die Erweiterung der Fahrerlaubnis für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz, um den sicheren Fahrzeugbetrieb innerhalb der Organisation sicherzustellen. Die Johanniter sind im Unstrut-Hainich-Kreis insbesondere im Betreuungszug des Katastrophenschutzes tätig. Ergänzend zur Landesförderung unterstützt der Landkreis diese Maßnahme mit einem Zuschuss von bis zu 1.600 Euro pro Ausbildung.
Auch das Diakonische Werk Eichsfeld-Mühlhausen e.V. erhielt im Rahmen des Übergabetermins im Landratsamt eine jährliche Zuwendung in Höhe von 3.500 Euro aus Mitteln des Kreishaushaltes 2025. Diese Förderung dient der Organisation, Sicherstellung und Durchführung der psychosozialen Notfallversorgung im Unstrut-Hainich-Kreis. Ob bei schweren Unglücksfällen oder emotional belastenden Einsätzen – das Diakonische Werk sorgt im Landkreis für seelischen Beistand, wenn er am dringendsten gebraucht wird.


