Umso größer war die Freude, dass es nun geklappt hat – gemeinsam zu kochen, zu essen und ins Gespräch zu kommen.
Alle 14 Tage wird im Knotenpunkt in Schlotheim gebrutzelt, geschnippelt und gebacken – mit dem Ziel ein gemeinsames Mittagessen auf den Tisch zu bringen. Ausgestattet mit Kochschürze, Messer und Brettchen werkeln hier regelmäßig etwa 10 bis 15 Menschen aus Schlotheim und der Umgebung zusammen in der Küche. Das Menü ist dabei so abwechslungsreich wie die Lebensmittel selbst, denn gekocht wird mit dem, was vorhanden ist. Die meisten Zutaten stammen von der Tafel, die einmal wöchentlich in den Räumlichkeiten des Knotenpunkts ihre Ausgabe durchführt. „Von dort erhalten wir Lebensmittel, um unser, Kochen miteinander‘ umzusetzen“, erklärt Mitarbeiterin Lisa Grüning.
Viele der Teilnehmenden sind Wiederholungsgäste. Sie sind dort, um ins Gespräch zu kommen, nicht allein zu sein und vor allem, weil es Freude macht, gemeinsam etwas zu schaffen. „Jeder kann herkommen, jeder findet einen Platz und packt mit an“, beschreibt Lisa Grüning das offene und niedrigschwellige Konzept.
Ein besonderer Gast griff Anfang Januar ebenfalls mit zu: Landrat Thomas Ahke stand – bewaffnet mit Kochschürze und Zange – selbst an der Pfanne. Während des Kochens kam er mit den Menschen ins Gespräch, hörte ihre Geschichten, nahm sich Zeit und gewann einen unmittelbaren Eindruck davon, was der Knotenpunkt für die Menschen vor Ort bedeutet. Gerade hier hatte er die Möglichkeit, mit Menschen zu sprechen, die vermutlich nicht den Weg ins Landratsamt finden würden. Im Knotenpunkt konnte er dort sein, wo die Menschen sind und wurde auch als Gesprächspartner angenommen. So entstanden nicht nur viele gute Gespräche, sondern auch das ein oder andere Erinnerungsfoto.
Neben persönlichen Themen fanden auch politische Fragen ihren Platz. Im Austausch erläuterte Thomas Ahke Hintergründe zu Abläufen und Entscheidungsprozessen im Landratsamt und erklärte, warum manche Dinge mehr Zeit benötigen als andere. Der offene Rahmen bot dafür den passenden Raum.
Nach rund zwei Stunden gemeinsamer Kochzeit stand ein vielfältiges Mittagessen auf dem Tisch: Neben Weißwurst à la Landrat gab es Salate, Suppe, Beilagen und zahlreiche weitere Gerichte – alles gemeinsam zubereitet.
Der Knotenpunkt Schlotheim ist Beratungs- und Begegnungsstätte zugleich. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt sich nicht zuletzt bei Formaten wie dem „Kochen miteinander“. Menschen aus unterschiedlichsten Lebensphasen kommen zusammen, tauschen sich aus, holen einander aus dem Alltag und verbringen eine gute Zeit miteinander.
Zum gemeinsamen Mittagessen sind zudem immer wieder Gäste willkommen – Mitarbeitende aus Unternehmen, aus der Verwaltung oder einfach Interessierte. Auch das ist gelebte Begegnung.











