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Landrat besucht Evangelisches Schulzentrum in Mühlhausen: Lernen auf einem Campus von Klasse 1 bis 12

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Wie sieht der Schulalltag auf einem großen Campus aus, der Grundschule, Regelschule und Gymnasium vereint? Dieser Frage ging Landrat Thomas Ahke bei einem Besuch im Evangelischen Schulzentrum in der Friedensstraße in Mühlhausen nach.

Auf Einladung der Schulleitungen verschaffte er sich vor Ort ein Bild vom Lernen und Leben an der Schule in freier Trägerschaft.

Das Evangelische Schulzentrum steht für einen durchgängigen Bildungsweg von der ersten bis zur zwölften Klasse, geprägt von christlichen Werten und der Tradition der evangelischen Kirche. Träger ist die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland St. Johannes. Damit ergänzt die Einrichtung das Bildungsangebot im Unstrut-Hainich-Kreis, für das der Landkreis mit rund 35 staatlichen Schulen verantwortlich ist.

Gemeinsam mit Grundschulleiterin Lysann Voigt-Huhnstock und dem stellvertretenden Schulleiter der Regelschule, Dr. Kay-Uwe Jagemann, besichtigte der Landrat das Gelände. Neben einem „grünen Klassenzimmer“, einem Bolzplatz, einer Sporthalle, einem Spiegelraum und einer eigenen Mensa prägen vor allem die beiden großen Schulgebäude den Alltag der Schülerinnen und Schüler.

Rund 730 Kinder und Jugendliche lernen derzeit auf dem Campus. Während in vielen Regionen die Schülerzahlen sinken, berichtet die Leiterin der Grundschule Frau Lysann Voigt-Huhnstock in der Grundschule von einem gegenläufigen Trend: Das Interesse wächst stetig. Teilweise werden Jahrgänge bereits 3-zügig geführt, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Die evangelische Grundschule besuchen etwa 200 Kinder. Sie ist als gebundene Ganztagsschule organisiert und arbeitet im sogenannten Zwei-Pädagogen-System: Jede Klasse wird von einer Lehrkraft und einer Erzieherin oder einem Erzieher gemeinsam betreut. Insgesamt sorgen rund 30 Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte für einen strukturierten und zugleich individuellen Schulalltag.

In der Gemeinschaftsschule, die Regelschule und Gymnasium unter einem Dach vereint, lernen etwa 530 Schülerinnen und Schüler. Rund 50 Lehrerinnen und Lehrer bilden hier das Kollegium, ergänzt durch sonderpädagogische Fachkräfte, die direkt vor Ort individuelle Unterstützung bieten. Die enge Zusammenarbeit beider Schulformen eröffnet neue Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens und erleichtert Übergänge zwischen den Bildungsgängen.

Ein besonderes Augenmerk liegt am gesamten Schulzentrum auf individueller Förderung. „Nicht jedes Kind lernt gleich“, betonen die Verantwortlichen. Entsprechend wird versucht, jedes Kind nach seinen Stärken zu fördern und gezielt zu unterstützen.

Einblicke in innovative Lernformate erhielt der Landrat unter anderem durch das Projekt „FREI DAY“. Dabei beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit eigenen Zukunftsfragen, entwickeln Projekte und setzen diese praktisch um, sei es in der Schule, in der Stadt oder in sozialen Bereichen. So entstand beispielsweise eine Pfandflaschensammelstation, deren Erlöse sozialen Projekten zugutekommen. Ziel ist es, neben fachlichem Wissen auch Kompetenzen wie Teamarbeit, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Auch organisatorische Themen kamen beim Besuch zur Sprache, etwa die Besonderheiten freier Trägerschaft, zu denen unter anderem die Erhebung von Schulgeld gehört.

Zum Abschluss zeigte sich Landrat Thomas Ahke beeindruckt von der Arbeit vor Ort: Das Schulzentrum verbinde erfolgreich verschiedene Bildungswege auf einem Campus und schaffe ein Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche individuell entwickeln können. Die besondere Einbindung christlicher Werte hob der Landrat als besonderes Merkmal der Schule hervor. Sie vermittle den Kindern früh Orientierung und Halt und nehme im Schulalltag einen hohen Stellenwert ein. Sein Dank galt insbesondere Schulleiterin Lysann Voigt-Huhnstock und dem stellvertretenden Schulleiter Dr. Kay-Uwe Jagemann für die offenen Einblicke und den konstruktiven Austausch.