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Landrat besucht IT Breitenstein und die FutureBITTechnologies GmbH in Langula – Zwei junge Geschäftsführer mit großer IT-Kompetenz

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Landrat Thomas Ahke besuchte das Unternehmen IT Breitenstein und die Schwesterfirma FutureBitTechnologies GmbH in Langula, nachdem die beiden Geschäftsführer Emanuel Breitenstein und Frank Gräbedünkel am 9. Mai 2025 ihre neuen Büroräume offiziell eröffnet hatten.

Weil er zur Feier selbst nicht kommen konnte, nutzte der Landrat nun die Gelegenheit für einen persönlichen Besuch und war überrascht von dem, was die beiden jungen Unternehmer in ihrer Heimat aufgebaut haben.

Emanuel Breitenstein gründete IT Breitenstein 2006 – direkt nach dem Abi und während seines Studiums. Anfangs arbeitete er allein, kümmerte sich um PC-Reparaturen und kleinere Aufträge. Über die Jahre kamen immer mehr Mitarbeitende hinzu. Aus der ursprünglichen Firma ist inzwischen ein Doppelunternehmen geworden: IT Breitenstein übernimmt vor allem regionale Aufträge – Webseiten, Onlineshops, kleinere Softwarelösungen.

Die FutureBit Technologies GmbH, die zweite Firma, ist auf größere und internationale Projekte spezialisiert. Beide Unternehmen sitzen unter einem Dach, bilden ein gemeinsames Team und ergänzen sich gut.

Der große Durchbruch gelang mit einem Projekt für den internationalen Chemiekonzern Evonik: Eine speziell für den Konzern entwickelte Software zur Preisberechnung, wobei u.a. dynamische Entwicklungen auf dem globalen Rohstoffmarkt dabei in Echtzeit einberechnet werden, die in ihrer Art einzigartig ist. Mittlerweile wird dieses Produkt weltweit genutzt.

„Unsere Besonderheit ist, dass wir für jedes Problem unserer Kunden eine individuelle Lösung entwickeln. Diese Spontanität und Flexibilität zeichnen uns aus und werden von unseren Kunden sehr geschätzt“, erklärt Emanuel Breitenstein.

Nachdem das Unternehmen lange Zeit im Elternhaus von Emanuel Breitenstein untergebracht war, wagten die beiden Geschäftsführer im Jahr 2020 einen entscheidenden Schritt: Emanuel Breitenstein kaufte das ehemalige Schulgebäude in Langula. Mit tatkräftiger Unterstützung von Familie, Freunden und insbesondere seinem Vater – einem erfahrenen Maurermeister – wurde das Gebäude teilweise in Eigenleistung umfassend saniert. Fensterbänke und Treppen wurden aufgearbeitet, eine neue Fluchttreppe angebracht und zahlreiche Auflagen, etwa im Bereich Brandschutz, erfüllt. So entstand nach und nach ein moderner IT-Standort mitten in Langula.

Emanuel Breitenstein und Frank Gräbedünkel – der zweite Geschäftsführer – kennen sich schon seit dem Kindergarten. Sie haben zusammen die Schulzeit verbracht, sind mittlerweile auch im Geschäftsleben gut aufeinander eingespielt und leiten gemeinsam die Firmen. Während Breitenstein Wirtschaftsinformatik studierte, bringt Gräbedünkel einen Masterabschluss im Bereich Management von Forstbetrieben und viel Erfahrung im Projektmanagement mit.

Insgesamt arbeiten derzeit zehn Programmierer in Langula. Neue Mitarbeitende wären willkommen – doch lange fehlte es schlicht an Platz. Erst mit dem Umzug in das ehemalige Schulgebäude konnten sich die Unternehmen räumlich vergrößern. Das Team ist vielfältig: Von regionalen Kräften aus der Region bis hin zu Mitarbeitenden mit internationalen Wurzeln, etwa aus Russland, Nordmazedonien, der Ukraine oder dem Iran.

Die Geschäftsführer legen großen Wert auf ein kollegiales Miteinander, flache Hierarchien und attraktive Rahmenbedingungen – etwa ein hauseigener Koch für die Mittagspause oder eine Zockerecke im Aufenthaltsraum. Der Wettbewerb um gute Fachkräfte ist gerade auf dem Land eine Herausforderung. Mit solchen Maßnahmen wollen die Geschäftsführer Anreize schaffen, um qualifizierte Fachkräfte für den Standort Langula zu gewinnen – einen Ort, an dem man ein international tätiges IT-Unternehmen nicht unbedingt vermuten würde.

„IT Breitenstein und die FutureBit Technologies GmbH in Langula zeigen: Gute IT muss nicht aus der Großstadt kommen“, so Landrat Ahke. „Zwei junge Männer, die ihrer Heimat treu geblieben sind und mit ihren Unternehmen beweisen, dass Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen im ländlichen Raum erfolgreich sein können – das hat Vorbildcharakter.“