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Landrat zu Gast in der Dorfbackstube Felchta

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Ein selbst gebauter Holzbackofen im Garten, der Duft von frischem Sauerteig und ein umfunktionierter Kuhstall als Backstube– das ist die Dorfbackstube von Frank Thalmann in Felchta. Hier entstehen Brote, Brötchen Baguettes und sonstige Backwaren – in reiner Handarbeit, mit Zeit, Hingabe und regionalen Zutaten.

Was vor 25 Jahren mit einem Brotbackautomaten zum 40. Geburtstag begann, ist für Frank Thalmann heute ein Herzensprojekt. Der promovierte Chemiker und Verfahrenstechniker ist beruflich als Berater in der Pharmaindustrie tätig. In seiner Freizeit widmet er sich mit Hingabe dem traditionellen Brotbacken.

Mehl aus der Bodemühle in Bischofferode, Wasser aus der Popperöder Quelle und selbstgezüchteter Sauerteig sind die Basis für seine Backwaren, die nicht nur besonders schmackhaft, sondern auch bekömmlich sind. Am Kühlschrank in seiner Backstube hängt ein Zettel mit einem klaren Statement: „Für künstliche Zusatzstoffe ist bei Frank der Ofen aus. Hier kommt nur rein, was rein gehört.“

Nachdem Landrat Thomas Ahke und Frank Thalmann einen zufälligen Kontakt hatten, ließ die Einladung zum Backtag Mitte Mai nicht lange auf sich warten. Beim Besuch in Felchta kam das „Felchtaer Urbrot“ frisch aus dem Ofen, während ein Kräuterbrot in Kleeblattform bereits vorbereitet und zum Backen bereitstand. Alle zwei bis drei Wochen ist Backtag – für Freunde, Familie und Interessierte, die sich auf die knusprigen Köstlichkeiten freuen dürfen.

Mehrmals im Jahr gibt es Brotbackseminare, in denen Frank Thalmann sein Wissen über traditionelle Methoden weitergibt. „Ich möchte die ursprüngliche Methodik vermitteln, damit dieses Wissen erhalten bleibt und auch zu Hause angewendet werden kann“, erklärt er. Für dieses Engagement wurde das Projekt „Freunde des traditionellen Backens“ im Jahr 2024 mit dem renommierten Westthüringer Stiftungspreis ausgezeichnet. Frank Thalmann hatte die Initiative eingereicht, um das handwerkliche Wissen rund ums Brotbacken lebendig zu halten und weiterzugeben.

Ein besonderes Highlight ist das Leberwurstfestival, das 2024 erstmals in Felchta stattfand. Gemeinsam mit regionalen Fleischern präsentierte Frank dort Brot- und Wurstspezialitäten. Für dieses Jahr ist eine Neuauflage geplant, inklusive eines Wettbewerbs um das „Thüringer Brot des Jahres“. Ziel ist es, ein Brot zu entwickeln, das Heimatgeschmack widerspiegelt und ausschließlich aus regionalen Rohstoffen besteht.

Soziales Engagement ist Frank Thalmann ebenfalls wichtig: Benefiz-Backtage und Brotverlosungen zugunsten des örtlichen Kindergartens bereichern das Leben im 685-Einwohner-Ort Felchta.

Das frisch gebackene Brot aus Felchta durfte übrigens auch im Landratsamt verkostet werden – und stieß dort auf große Begeisterung. Doch für Frank Thalmann zählt vor allem eine Meinung: „Am wichtigsten ist, dass es meiner Familie schmeckt.“

Auch Landrat Thomas Ahke zeigte sich beeindruckt von seinem Besuch in der Dorfbackstube: „Der Besuch bei Frank Thalmann hat gezeigt, wie viel Herzblut und Liebe in einem scheinbar einfachen Hobby stecken kann. Genau solche Menschen und Geschichten machen unseren Landkreis so besonders.“

Wer mehr über die Dorfbackstube in Felchta erfahren oder Einblicke in die Arbeit von Frank Thalmann gewinnen möchte, findet Impressionen und Informationen auf seinen Accounts bei Instagram und Facebook.