Als Schirmherr der Veranstaltung richtete Landrat Thomas Ahke seine Gedanken zum Thema „Courage“ an die Gäste: „Wahre Courage zeigt sich genau in diesen Momenten, in denen wir uns nicht wegdrehen, sondern hinschauen und handeln. Es ist der Moment, in dem wir uns für diejenigen stark machen, die auf die Unterstützung anderer angewiesen sind.“ Damit betonte der Landrat die Bedeutung von Zivilcourage im täglichen Leben und der Gesellschaft.
Kenisha-Cheyenne Weiß umrahmte die Veranstaltung musikalisch mit ihrem Gesang und dem Keyboard. Das junge Talent begeisterte die Gäste mit bekannten Liedern und einem selbstgeschriebenen Song.
Zu jedem Preis erfolgte eine persönliche Laudatio, die die Arbeit der Ausgezeichneten in den Mittelpunkt stellte. Verliehen wurde eine Keramikstatue mit einem Zebra, die jedes Jahr von der Künstlerin Marion Walter handgefertigt wird. Sie symbolisiert den Preis für Mut und Engagement und wurde an diesem Abend insgesamt fünfmal vergeben.
Die Preisträger des Abends
Schülerpreis
Der erste Jugendpreis des Abends ging an Schülerinnen des Tilesius-Gymnasiums in Mühlhausen. Unter der Leitung von Lehrerin Beate Tuchscher engagierten sich die Schülerinnen im Gedenken an die Reichspogromnacht von 1938 und entwickelten gemeinsam mit dem Bündnis „Weltoffener Unstrut-Hainich-Kreis“ eine Stolpersteinstation. Die Mädchen schufen ein eindrucksvolles Gedenken an die Opfer der Pogromnacht und zogen mit ihrer würdevollen Veranstaltung das Interesse und die Anerkennung der Öffentlichkeit auf sich. Juliana Thormann würdigte in ihrer Laudatio das Engagement der Schülerinnen, das zu einem emotionalen Erlebnis für alle Anwesenden wurde.
Jugendpreis
Der Jugendpreis wurde an die Jugendkirche Mühlhausen verliehen. Hervorgehoben wurde ihre Arbeit bei der Ausrichtung der Jugendgottesdienste, die nicht nur Jugendliche, sondern auch Familien und ältere Gemeindemitglieder ansprechen. Die Jugendkirche fördert mit ihrer Arbeit das kulturelle Miteinander. „Sie haben ein integratives Umfeld geschaffen, das es Menschen unterschiedlicher Herkunft ermöglicht, sich einzubringen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und gemeinsam an Projekten zu arbeiten.“ So Julia Stein, Referentin für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien im Evangelischen Kirchenkreis während ihrer Laudatio.
1. Anerkennungspreis
Der erste Anerkennungspreis des Abends ging an Lukas Böttger und Michael Helfers, die sich dafür einsetzten, einen Rauhaardackel namens Erle zu retten. Nach vier Tagen in einem Schacht wurde der Arbeitgeber der beiden von Hundehalter Ingo Viola beauftragt, das Tier zu befreien. Ihre Beharrlichkeit und ihr Einsatz führten schließlich zu einem erfolgreichen Einsatz und der Wiedervereinigung von Hund und Herrchen.
2. Anerkennungspreis
Der zweite Anerkennungspreis wurde an Annemarie Sommer verliehen, die für ihre Arbeit als Pfarrerin in den Gemeinden und ihre couragierte Haltung geehrt wurde. Trotz ihrer krankheitsbedingten Abwesenheit bedankte sich Annemarie Sommer mit einem persönlichen Brief, der durch Christian Beuchel, Superintendent des Ev. Kirchenkreises in Mühlhausen, verlesen wurde.
3. Anerkennungspreis
Der dritte Anerkennungspreis ging an Jens Lange, der in einer schwierigen Situation für seinen Freund Detlef Ossowski eintrat. Als Ossowski kurz vor Weihnachten 2024 Opfer eines Raubes wurde und sein Konto leergeräumt war, startete Jens Lange nicht nur eine Spendenaktion, sondern half ihm auch bei den nötigen Behördengängen. Bürgermeister Matthias Reinz erzählte in seiner Laudatio von dem beispielhaften Einsatz von Jens Lange, der damit eine beeindruckende Form von Zivilcourage zeigte und seinem Freund in dieser schwierigen Zeit beistand.
Hauptpreis
Der Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Hauptpreises an den Mühlhäuser Extremsportler Guido Kunze. In seiner Laudatio hob Markus Edom, Referatsleiter für Kultur, Sport und Ehrenamt der Stadt Mühlhausen, die herausragenden sportlichen Erfolge von Guido Kunze hervor. Er betonte, wie der Extremsportler nicht nur für seine beeindruckenden Leistungen bekannt ist, sondern auch für seine Bereitschaft, die Stadt Mühlhausen weltweit zu vertreten. Guido Konze erhielt den Hauptpreis für sein bisheriges Lebenswerk, das von Durchhaltevermögen und Willenskraft geprägt ist.
Der Abend endete mit guten Gesprächen und einem regen Austausch unter den Gästen. Es wurde deutlich, dass der Couragepreis nicht nur eine reine Auszeichnung, sondern auch ein Symbol für den großen Stellenwert von Mut und Solidarität im Unstrut-Hainich-Kreis ist. Der Verein ‚Miteinander e.V.‘ freut sich bereits auf den 15. Couragepreis und nimmt Vorschläge dafür im Jahr 2025 gerne entgegen.
