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Übergabe des Knotenpunkts Schlotheim: Trägerwechsel vom Landkreis zur Nova gGmbH

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Mit Wirkung zum 1. Januar geht der Knotenpunkt Schlotheim offiziell vom Landkreis in die Trägerschaft der ortsansässige Nova gGmbH über. Die Nova gGmbH unter dem Geschäftsführer René Scheibler ist eine Tochtergesellschaft der Wohnbau GmbH der Stadt Schlotheim.

Damit ist der vorgesehene Trägerwechsel vollzogen und das Projekt auf eine langfristige, verlässliche Grundlage gestellt.

Der Knotenpunkt war von Beginn an als Pilotprojekt konzipiert und wird zu 70 % aus Mitteln des LSZ-Programms des Landes Thüringen finanziert. Für den Knotenpunkt stehen jährlich 110.500 Euro aus der LSZ-Förderung zur Verfügung, ergänzt durch einen Eigenanteil in Höhe von jeweils 19.500 Euro, der durch die Landgemeinde Nottertal Heilinger Höhen und den Landkreis finanziert wird.

Zum offiziellen Übergabetermin bestand unter den Anwesenden Einigkeit darüber, dass der Knotenpunkt ein äußerst sinnvolles und wirksames Projekt ist. „Es ist erfreulich, dass wir nun eine tragfähige und langfristige Lösung mit einem regionalen Träger gefunden haben. Für die Region ist dies ein starkes Signal, den Knotenpunkt nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln“, betonte Landrat Thomas Ahke.

Auch Alexander Blankenburg, Bürgermeister der Landgemeinde Nottertal-Heilinger Höhen, steht ausdrücklich hinter dem Projekt. Er versteht den Schlotheimer Knotenpunkt als wegweisendes Projekt und kann sich gut vorstellen, das Angebot in den kommenden Jahren schrittweise auf weitere Teile der Landgemeinde auszuweiten.

Der Knotenpunkt versteht sich als Ort der Begegnung, Beratung und Vernetzung aller gesellschaftlichen Schichten. Ziel ist es, Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, mit anderen zu verbinden, niedrigschwellig und auf Augenhöhe ansprechbar zu sein und Unterstützung direkt vor Ort anzubieten. Regelmäßig finden vielfältige Angebote statt, die Menschen aller Altersgruppen ansprechen. Ob Frühstücksmeeting „Kunterbunt“, Handarbeits-AG gemeinsam mit Schülerinnen des Seiler-Gymnasiums, Nähcafé zum gemeinsamen Arbeiten und austauschen oder Handykurse für ältere Menschen – die Bandbreite der Angebote ist so bunt, wie das Leben selbst.

Während im Haus reger Betrieb herrscht und zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, kommen gleichzeitig Menschen mit ganz konkreten Sorgen, etwa nach einer Wohnungskündigung oder dem Verlust des Arbeitsplatzes und erhalten soziale Beratung. „Der Knotenpunkt ist ein Ort, an dem Begegnung und Unterstützung ganz selbstverständlich zusammengehören“, sagt Susanne Weiß, die gemeinsam mit Lisa Grüning im Projekt arbeitet und hier nicht nur einen Beruf, sondern eine echte Berufung gefunden haben. Kreative Lösungen, gegenseitige Unterstützung und gelebte Solidarität prägen den Alltag im Knotenpunkt. Die meisten gemeinsamen Aktionen funktionieren nach dem Prinzip des sozialen Tauschens und kommen zumeist ohne finanzielle Mittel aus.

In den vergangenen vier Jahren ist rund um den Knotenpunkt eine stabile Ehrenamtsstruktur gewachsen, die es in dieser Form zuvor in Schlotheim nicht gab. Das Interesse weiterer Kooperationspartner innerhalb der Landgemeinde ist groß. Perspektivisch sollen unter anderem Kindergärten, Seniorenheime sowie Angebote der mobilen Jugendarbeit stärker eingebunden werden, um bestehende Akteure noch besser zu vernetzen.

Der Knotenpunkt Schlotheim hat sich damit zu einem der wichtigsten Orte für soziale Beratung, Begegnung und Bildung in der gesamten Landgemeinde entwickelt – getragen nicht zuletzt vom großen Engagement der beiden Mitarbeiterinnen. Mit dem Trägerwechsel zur Nova gGmbH ist es allen Beteiligten gelungen, eine zukunftsfähige Struktur zu schaffen, die den Knotenpunkt langfristig sichert und ihn als wichtigen Anlaufpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Lebenssituationen erhält.